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Geschichte
aller Stadteile |
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Fermersleben
(Fridumaresleba) Kurzgeschichte
eines Agrardorfes Wie
mehrere andere Stadtteile auch verdankt Fermersleben seine erste urkundliche
Erwähnung der Tatsache, daß ein Kloster beschenkt wurde. In diesem
Fall war es das Moritzkloster, dem 937 neben anderen Ortschaften auch Fridu-maresleba
übereignet wurde. Noch bis ins Mittel-alter blieb der Ort ein winziges
Nest, bestehend aus einer Gasse nördlich der Kirche, und auch nach seinem
weiteren Ausbau änderte sich an dem dörflichen Charakter nichts.
Um 1900 gab es hier nur eine kleine Ziegelei und eine Mühle.Das Blatt
wendete sich mit dem Bau der Eisenbahn und der Industrialisierung des benachbarten
Buckau.Arbeiterfamilien zogen hierher, die Betriebe breiteten sich aus, neue
entstanden, undman baute städtischer. 1910 folgte dieEingemeindung
zu Magdeburg.Seine ländliche Vergangenheit offenbart Fermersleben
nur noch an wenigen Stellen, dort beispielweise, wo Hofummauerungen mit typischen
Toranlagen übriggeblieben sind.Die Kirche im Martin-Gallus-Weg ist übrigens
die einzige Fachwerkkirche Magdeburgs. Ihr Westturm ist noch ein Rest der
mittelalterlichen Wehrkirche, die vorher dort stand. |
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Buckau
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Der Ort Buckau findet seine erste Erwähnung als "Buchuvi"
("Ort an den Buchen") im Jahre 937 in einer Urkunde. Mit dieser
hat König Otto I. dem Magdeburger Moritzkloster das Dorf als Eigentum
zugewiesen. Mit der Bildung des Erzbistums 968 ging das Eigentum an das Kloster
Berge über. Buckau wurde im Dreißigjährigen Krieg als
auch während der französischen Besetzung zerstört.
Als slawische Siedlung blieb das Dorf bis ins 19. Jahrhundert bedeutungslos.
Der Aufschwung begann etwa 1820 mit der Errichtung von Fabrikanlagen. Ausschlag
gebende Faktoren waren die Nähe zum Fluss als auch die Nähe zur
Stadt Magdeburg. Das führte dazu, dass Buckau zu einem Standort frühindustrieller
Schwerindustrie wurde. So fielen die Anfänge des Messgeräte-
und Armaturenwerkes Schäffer & Budenberg in das Jahr 1850 und 1855
wurde die Maschinen-Fabrik und Schiffsbauwerkstatt H. Gruson - Buckau - Magdeburg
gegründet. 1862 kam Maschinenbau R. Wolf Magdeburg-Buckau, eine
Maschinenfabrik mit Kesselschmiede, dazu.
Architektonisch interessant sind die noch vorhandenen gründerzeitlichen
Industrieanlagen, wie das einstige Krupp - Grusonwerk und die ehemalige Maschinenfabrik
Wolf. Doch auch einige Gebäude in der Formensprache der 1920er Jahre
wie das Umspannwerk oder der Bahnhof Buckau, der die industrielle Kraft des
Stadtteils repräsentierte, sind sehenswert.
Am nördlichen Rande Buckaus liegen die 1896 erbauten Grusonschen Gewächshäuser.
Als erster Volksgarten gilt der angrenzende Klosterbergegarten, der 1825 konzipiert
wurde.
Das 1828/29 erbaute Gesellschaftshaus am Klosterbergegarten ist seit 2003
Sitz des Zentrums für Telemannpflege und -forschung. Direkt gegenüber
des Gesellschaftshauses mit Saal befindet sich das Sahneröschen. Das
ist ein erhaltenes Kioskgebäude aus den 20er Jahren. Die aus der
zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammende Litfaßsäule
Fährstraße steht unter Denkmalschutz. |
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DIE
INSEL (BUCKAU)
Das 19.Jahrhundert war das Zeitalter der beginnenden lndustrialisierung.
Allein der Eisenbahnbau brachte für die Stadt Magdeburg und ihre
Umgebung große Veränderungen. Die Stadt platzte aus allen Nähten.
1839 rissen die Gleise der Leipziger Eisenbahn die Festungsmauern auf.
Sie liefen an der Elbe lang und bildeten am Kloster Berge Garten ein starkes
Verkehrshindernis. Damals schnitt die Bahn ein Teil des Dorfes Buckau
ab. Man nannte seit dieser Zeit dieses Stück die Insel, obwohl im
Laufe der Zeit die Gleise untertunnelt wurden. Der gesamte Grund und Boden
der Insel, wie auch der des Dorfes Buckau, gehörte ehemals dem Kloster
Berge. So liegt die Insel in einem Geviert, welches Östlich von der
Eisenbahnlinie Leipzig, südlich von der Schilfbreite (Franzosenbreite,Schüttel-Chaussee,
Brenneckestra8e), westlich vom Klostergraben (Dodendorfer Straße)
und nördlich von der Raiffeisenstraße (Kruppstraße) gebildet
wird. Den eigentlichen Kern aber umschließen die Häuserblocks
der Marien- und der Sudenburger Straße. Eines der ersten Häuser
warb das Haus ,,Zum
Totschlag", in welchen 1846 der trunksüchtige Webermeister Peter
Heyme von seinem Sohn erschlagen wurde. |
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Salbke
== Geschichte ==Die Elbe bildet die Ostgrenze des Stadtteils, dessen niedrigster
Punkt am Elbufer 47 Meter beträgt und mit dem 81,4 Meter hohen Spionskopf
an den Sohlener Bergen seinen höchsten Punkt erreicht. Im Umfeld der
Sohlener Berge liegen auch die als Katzendarm und Semmel bezeichneten Bereiche
der Feldflur. Nördlich der Hermannstraße schließt sich der
Stadtteil Fermersleben an, im Süden reicht Salbke bis an die Welsleber
und die Thüringer Straße des Stadtteils Westerhüsen und im
Westen grenzen die Stadtteile Hopfengarten und Beyendorf-Sohlen an, getrennt
durch die Bahnlinie nach Halberstadt bzw. durch den Sülze-Fluss. Im weiteren
Verlauf durchquert die Sülze den Stadtteil in östlicher Richtung
und mündet schließlich dort in die Elbe. Während sich die
Wohnbebauung entlang der Durchgangsstraße Alt Salbke entwickelte, liegen
jenseits der Bahnstrecke nach Leipzig, abgesehen von den Siedlungen Lüttgen-Salbke
und Wolfsfelde sowie einiger weiterer kleiner Siedlungsstraßen, landwirtschaftlich
genutzte Flächen.
Nördlich von Salbke liegen auf Fermersleber Gemarkung die Seen Salbker
See I und Salbker See II.
Quelle: Salbke-Wikipedia |
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Westerüsen
== Geschichte ==Westerhüsen liegt am Westufer der Elbe und grenzt im
Süden an den Salzlandkreis Die benachbarten Stadtteile sind Beyendorf-Sohlen
im Westen und Salbke im Norden, wo die Welsleber und Blumenberger Straße
als Trennlinie verläuft. Gegründet 823.
01.04.1910 Eingemeindung in Magdeburg
1912 wurden auf dem Hof des Gasthofs Zum Anker Alt Westerhüsen
15, die Lichtspiele Südost eröffnet,.Der steigende Bedarf an Arbeitskräften
führte zum Ende des 19. Jahrhunderts zu einem intensiven Wohnungsbau,
zunächst entlang der Durchgangsstraße mit mehrstöckigen Mietshäusern.
Viele der historischen Bauernhäuser verschwanden zugunsten zwei- oder
dreistöckiger Mietshäuser. 1910 hatten nur noch 13 Häuser das
zuvor typische Strohdach. Das letzte Strohdach auf dem Gehöft Kieler
Straße 9 verschwand dann um 1920. Das Siedlungsgebiet dehnte sich weiter
nach Westen auch auf den Bereich zwischen der Hauptstraße und der Bahnstrecke
und letztlich auch westlich der Bahntrasse aus. Als erste Gebäude in
der Schleswiger Straße entstanden 1859 und 1863 die Häuser Nummer
2 und 20. In der Eckernförder Straße begann die Bebauung 1859 mit
der Nummer 1. Mit der Husumer Straße 1 wurde 1864 das erste Gebäude
im Bereich der Bahnstraße gebaut. Älteste Gebäude westlich
der Bahnstrecke sind die bereits 1883 entstandenen Häuser Sohlener Straße
4 und 138. Für die Holsteiner Straße sind die 1892 errichteten
sogenannten Schiffbauer-Häuser an der Adresse Holsteiner Straße
40/41 erwähnenswert. Im Jahre 1885 hatte der Ort 2293 Einwohner. Diese
Zahl erhöhte sich binnen 15 Jahren auf 3823. 1874 errichtete die Gemeinde
mit dem Gemeindehaus Westerhüsen ein neues Gemeindehaus, welches mit
seinem markanten Uhrenturm noch heute das Ortsbild prägt.
Quelle: Salbke-Wikipedia |
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Westerhüsen
Fahlberg ==
Wer Anfang der
20er Jahre von einem der ersten Flugzeuge aus dieses Firmengelände sah,
war sichtlich tief beeindruckt, von dem was sich seit 1886 am Standort entwickelt
hatte. Es handelte sich um den späteren chemischen und pharmazeu-tischen
Betrieb VEB Fahlberg - List. Auch dieser Betrieb ver-schwand wie das RAW nach
1990 aus Westerhüsen.(Quelle: Bürger verein Salbke/Westerhüsen)
Der Haupteingang zum Chemiewerk Fahlberg - List in Salbke Anfang des 20. Jahrhunderts.
Links die Einfahrt des Direktions- , rechts das Laboratoriums-gebäude,.
Beide Bauten entstanden 1894 für die 1886 zur Herstellung des Süßstoffs
Saccharin gegründete Fabrik. Das linke Gebäude ist noch heute praktisch
unverändert vorhanden, steht jedoch leider leer und harrt einer neuen
Nutzung. Der imposante Kuppelbau rechts ist nicht mehr in dieser Form erhalten.
Während Keller und Erd-geschoß in der grundsätzlichen Fassadenstruktur
bestehen, wurde der Bau wohl noch vor dem II. Weltkrieg aufgestockt und nach
Süden erweitert. Fahlberg - List entwickelte sich vom Süßstoffhersteller
zum wichtigen Chemiestandort. Es wurden Medikamente, Pflanzenschutzmittel,
Dünger und wichtige Gtundstoffe hergestellt. Nach der Produktionseinstellung
1995 wurden die Fabrikgebäude zu einem großen Teil abgerissen.Die
neue Nutzung des Geländes ist aktuell offen. Die Pharmaziesparte von
Fahlberg-List produziert seit 1993 unter den Namen Hexal in Barleben. (Quelle:
Bürger verein Salbke/Westerhüsen) |
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Westerhüsen
- Gierfähre ==
Die Gierfähre in Westerhüsen verbindet den Ortskern Westerhüsen
mit den Randauer Elbwiesen und der Kreuzhorst. Relativ schnell kann man dort
vom westelbischen zum ostelbischen Radweg wechseln. Die Fähre dient heute
vor allem touristischen Zwecken. Es ist eine Überfahrt ohne Abgase , denn
die Gierfähre wird nur vom stetigen Strom der Elbe angetrieben. Seit dem
16. Jahrhundert ist an dieser Stelle ein Fährbetrieb der unterschiedlichen
Art nach-gewiesen. Die Fähre untersteht seit 1953 den Magdeburger Verkehrsbetrieben.
Montag ist Ruhetag. Sie verkehrt jährlich bis Ende Oktober.
Am 13. April 1945 wurde die Fährstelle zum Kriegsschau-platz, als US-Truppen
das Westufer einnahmen. Die Westerhüser Kirche verlor im 2. Weltkrieg ihr
Kirchenschiff. |
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